Ein Leuchtturm als Zeichen des Dankes- VERWAISTE ELTERN

Die Gruppe für verwaiste Eltern des Ambulanten Hospizdienstes Hamm verabschiedete jetzt zwei Mütter, die über viele Monate Teil der Gemeinschaft waren. Beide Frauen haben nach dem Verlust ihrer Kinder einen langen Weg durch ihre Trauer zurückgelegt – begleitet von anderen betroffenen Eltern und den Trauerbegleiterinnen Sylvie Blätgen und Sina Kottmann.

Die Gruppe richtet sich an Mütter und Väter, die ein Kind verloren haben. Die meisten der verstorbenen Kinder waren junge Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren. Die Eltern entscheiden selbst, wie lange die Gruppe für sie ein wichtiger Halt ist. Manche bleiben über Jahre, andere spüren irgendwann, dass sie ihren Weg wieder etwas sicherer alleine weitergehen können.

Zum Abschied überreichten die beiden Mütter den Leiterinnen der Gruppe einen liebevoll gestalteten Leuchtturm und einen sehr persönlichen Text. Darin beschrieben sie die Begleitung durch die Gruppe und ihre Leiterinnen als ein Licht in dunklen Zeiten – als Orientierung, Halt und verlässliche Wegbegleitung in einer Zeit, in der vieles ins Wanken geraten war.

Besonders berührend waren Worte wie: „Hier darfst du sein“ oder „Wir sind nicht allein.“ Der Leuchtturm soll künftig daran erinnern, wie wichtig es für trauernde Eltern sein kann, einen Ort zu haben, an dem Schmerz, Erinnerungen, Hoffnung und Sprachlosigkeit gleichermaßen Platz haben dürfen.

„Solche Abschiede sind immer etwas Besonderes“, sagen Sylvie Blätgen und Sina Kottmann. „Nicht, weil die Trauer endet, sondern weil Menschen irgendwann spüren, dass sie ihren Weg wieder mit etwas mehr Vertrauen und eigener Kraft weitergehen können.“

Aktuell treffen sich 14 Mütter und Väter regelmäßig in der Gruppe für verwaiste Eltern des Ambulanten Hospizdienstes Hamm. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer können nach einem persönlichen Vorgespräch aufgenommen werden.

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