Nach der Begrüßung von Fördervereinsvorstand Pfarrer Paul Blätgen stimmten Hanna Turwitt (Klarinette) und André Tevapalan (Flügel) die Anwesenden musikalisch auf den Abend ein.
Annette Schramm zog danach das Publikum in ihren Bann und fesselte es über 70 Minuten mit ihrer Performance. Mit nur wenigen Requisiten stand sie allein auf der Bühne. Zunächst stellte sie nur durch das Wechseln von Kopfbedeckungen verschiedene Menschen am Ende ihres Lebens dar. Ein erfahrener Kapitän, eine junge Frau, ein betagte Oma und auch ein erfolgreicher Geschäftsmann waren Charaktere, wie sie jedem der Zuschauer sicher schon begegnet waren.
Im folgenden stellte Schramm in einer kurzen Sequenz das Sterben dar, indem sie die verschiedenen Kopfbedeckungen in einen Koffer verschloss und wegtrug.
Eine anschließende Phase widmete sie der Darstellung von Trauer und all ihren Facetten. Einsamkeit und Orientierungslosigkeit stellte sie genauso dar wie den Wunsch der Trauernden, sich aus der Depression, die sie wie ein Nebel umhüllt, zu befreien.
Schließlich ließ sie Franziska, die Enkeltochter der betagten Oma, auf der Bühne erscheinen. Ihre Erzählung von dem legendären Sandkuchenrezept, das die Oma für sie unsterblich macht, beendet schließlich den Theaterabend. "Was bleibt ist die Liebe" war Schramms letzter Satz und damit die zentrale Erkenntnis des Abends und ließ die meisten Besucher sehr nachdenklich zurück.
Paul Blätgen lud zum Abschluss das Publikum noch zu Gesprächen und Diskussionen über das Erlebte ein. Viele Gäste nahmen die Gelegenheit wahr und tauschten bei einem Getränk und einem Stück Sandkuchen ihre Eindrücke aus.