UNSERE KINDERTRAUERGRUPPE AN HALLOWEEN

Morgens kam die vorsichtige Frage einer Mutter: „Kann mein Kind als Sensenmann kommen, oder ist das unangemessen ?“Ich überlegte kurz und antwortete: „ Nein, lassen sie ihn ruhig so kommen. Wir reden ja drüber, was Halloween mit Trauer zu tun hat und da wird der Sensenmann schon Platz finden. So hatten wir heute sehr interessante Gespräche. Über andere Länder wie Mexiko, in denen die Leute glauben, dass an diesem Tag die Toten noch einmal zurück auf die Erde kommen und ein Fest feiern. Ich fragte die Kinder, ob sie das gut fänden. Anna, 7 Jahre trauert um ihre Mama und sagt ganz ernst: „ Auch wenn ich mir jeden Tag wünsche, dass sie wieder bei mir ist, fände ich es schrecklich, sie nur für einen Tag dazuhaben. Nochmal ein Abschied wäre schlimm.“ Und so haben wir geredet über das Trauern und das Gruseln. Über die Vorstellung, wie der Ort, an dem die Seelen der Toten sind, wohl aussehen mag. Anschließend sind viele schöne Bilder entstanden. Man kann also sagen das auch der Halloweentag Möglichkeit gegeben hat über Trauer und Erinnern, über Hoffnung und Jenseitsvorstellungen zu sprechen und die Gedanken miteinander zu teilen.

Trotzdem, für diejenigen, die so jung schon schwere Verluste ertragen müssen, ist es wunderbar zu erleben, wie sie ihr Erleben und ihre Trauer miteinander teilen können.

Vielen vielen Dank liebe Sylvie Blätgen und unser tolles Team für diesen wunderbaren Beitrag.

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