Mit Marathon Moneten gemacht

Christina Diekmann hatte ein Ziel. Sie wollte einen Marathon schaffen. Anfang Oktober lief sie ihren ersten in Köln. Gewidmet hat sie ihn der Hammer Hospizarbeit und dafür kamen 699,50 Euro an Sponsorengeldern zusammen.

Christina Diekmann präsentiert im Hospiz ihr Marathon-Shirt und die Medaille

Nun kam die stolze Läuferin ins Stationäre Hospiz "Am Roten Läppchen", um die stattliche Summe zu überreichen. Dabei erzählte sie von dem besonderen Erlebnis, einen Marathon mitzulaufen. "Ich bin nach 4.30 h zwar super glücklich, aber völlig erledigt ins Ziel gekommen und habe direkt gedacht, dass ich das nie wieder machen will" schmunzelt die junge Frau. Aber schon nach 24 Stunden hatte sich das Blatt gewendet und sie überlege tatsächlich im September 2017 den Berlin-Marathon mitzumachen. Dann wird sie allerdings nicht alleine starten, sondern mit einigen Freunden. "Denn das macht noch mehr Spaß, als wenn die nur jubelnd am Straßenrand stehen" weiß die junge Mutter einer zweijährigen Tochter.

Dass sie ihren ersten Marathon dem Hospiz gewidmet hat, war für sie klar. Denn die Mutter ihres besten Freundes sei dort gestorben. "Die Betreuung hier war so wunderbar und einmalig, dass ich gemeinsam mit ihm überlegt habe, was man dem Haus Gutes tun könnte." Und was lag da näher, als für ihren ersten Marathon Sponsoren zu suchen, die jeden Kilometer quasi vergolden. Und die Idee hat funktioniert. Viele Menschen haben ihren Aufruf gehört und gespendet. "Von 5 Euro bis 200 Euro war alles dabei" erzählt Christina Diekmann stolz und freut sich über die große Resonanz.

Das wiederum freut auch Marion Kleditzsch vom Hammer Hospiz, die die Spende gerne im Empfang nahm und sich über die Marathonaktivitäten berichten ließ. "Ich war nach der Geburt meiner Tochter 2014 um 40 Kilo schwerer und suchte einen Weg, wieder in Form zu kommen. Ich bin im November vor zwei Jahren dann angefangen abzunehmen. Und das geht nur mit Bewegung. Am Anfang bin ich langsam gelaufen und als es funktionierte und mein Gewicht schwand, habe ich mir mehr und mehr zugetraut. Im April 2016 schließlich habe ich mich für meinen ersten Marathon angemeldet und bin dann in Köln gemeinsam mit 40.000 anderen Läufern an den Start gegangen. Das war echt speziell mit so vielen unterschiedlichen Menschen unterwegs zu sein. Der älteste Teilnehmer war 85 Jahre alt und bereits 95 Marathons in aller Welt gelaufen. Ich habe nur gestaunt und mich selbst immer wieder gepuscht mit meinem Motto: Egal, wie langsam du läufst, ich bin immer noch schneller als wenn ich zuhause geblieben wäre." Den Rhein-Energie-Marathon wird sie darum wohl auch nie vergessen.

 

 

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