"Der Baum ist sehr krank und die Rettungsaktion im letzten Herbst hat leider nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Ein Erhalt des imposanten Holzriesen wäre zu gefährlich gewesen" schildert Regina Lorenz, Hospizleiterin, die Motive, den Baum nun endgültig zu Fall zu bringen.
Am Ende zerfielen die einzelnen Teile der Baumkrone wie Glas, als sie auf dem Boden auftrafen. "Und wir mögen uns nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn beim nächsten Sturm ein dicker Ast auf die historische Annenkapelle, den neuen Wintergarten oder gar auf einen Passanten getroffen wäre" ist man im Hospiz letztlich doch froh, diese Gefahrenquelle nun beseitigt zu haben. "Wenn wir vom Roten Läppchen auch nicht verhehlen wollen, dass die Entscheidung zur Baumfällung nur schweren Herzens getroffen wurde. Denn der Baum sorgte im Sommer für die Beschattung des Wintergartens und war uns, unseren Gästen und den Besuchern sehr ans Herz gewachsen."
So ist sicherlich zukünftig über einen neuen, vermutlich künstlichen Schattenspender für den Wintergarten nachzudenken, glauben die Verantwortlichen. Denn bis die beiden neuen Bäume, die anstelle der alten Kastanie gepflanzt werden, diese Funktion erfüllen, wird noch enige Zeit ins Land gehen.