<link internal-link>Hopi-Kids heißt die Trauergruppe für Jungen und Mädchen, dessen aktueller Kurs nun zuende gegangen ist. Diesmal nahmen neun Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren an den insgesamt zehn Treffen teil. Jeweils für zwei Stunden haben sie unter Anleitung im Fachwerkhaus "Am Roten Läppchen" ihre individuellen Verluste thematisieren können. So haben die Gruppenstunden geholfen, mit schlimmen Erlebnissen, großen Ängsten, aber auch Hoffnungen, Wünschen und Träumen umzugehen, um letztlich mit schmerzlichen Verlusten leben zu lernen.
"Die Kinder haben entweder Mama, Papa, Opa oder Geschwister verloren" erzählt <link internal-link>Sylvie Blätgen vom <link internal-link>Ambulanten Hospizdienst Hamm. "Ein Mädchen hat sogar zwei liebe Menschen in kurzer Zeit gehen lassen müssen, und das ist besonders schwer".
In den strukturierten Gruppenstunden erleben die Kinder , dass sie mit ihrem Kummer nicht allein sind. Sie sehen, dass auch andere Kinder Ähnliches erleben mussten und finden es entlastend, dass es auch andere Kinder gibt die trauern. "Immer wieder thematisieren wir vom Leitungsteam, warum die Kinder hier in der Trauergruppe sind. Wir machen ihnen bewußt, wieso wir uns treffen und dieses "sich Erinnern" fordern die Kinder auch ein. Wir sind sehr oft kreativ und basteln u.a. Schatzkisten, Bilderrahmen oder auch Kerzengläser. Letztere entzünden die Kinder für Ihre Verstorbenen bei jdem Gruppentreffen. Wir essen und trinken aber auch gemeinsam und gehen oft in die Natur. In den nahegelegenen Lippeauen haben wir kürzlich erst selbstgebastelte Boote, auf die die Kinder ihre Sorgen und Wünsche geschrieben hatten, schwimmen lassen."
Beim letzteh Treffen haben die kleinen Kursteilnehmer gemeinsam eine "Trauerschwarte" gestaltet, die nun zur Erinnerung im Fachwerkhaus hängt. Danach haben sie noch gemeinsam mit den Eltern bzw. Angehörigen im Innenhof des Stationären Hospizes gegrillt. "Die Erwachsenen sind bei allen Gruppenstunden in der Nähe" fügt Sylvie Blätgen noch an. "Wir nennen es Eltern-Café, es findet zeitgleich statt und wird ebenfalls von Hospiz-Mitarbeitern geleitet. Es bietet den Angehörigen stets aktuelle Informationen über das Gruppengeschehen und regt zudem den Austausch auch im Erwachsenenkreis an."
Marie und ihr Bruder fühlen sich sichtlich wohl in ihrer Gruppe und sind mit Feuereifer dabei, als am Ende der letzten Gruppenstunde noch Wunderkerzen angezündet werden und diese gemeinsam mit wunschzettelgespickten Lavendelkräutern in die verglühende Asche einer Feuerstelle legen. Die beiden Geschwister würden die anderen Kinder auch später gerne wiedersehen und damit scheinen sie nicht allein zu sein. So ist die Freude groß, dass ein 11. Kurstreffen nun doch noch stattfinden wird. Anke Lux, die Inhaberin des Tanztheaters Hamm , hat alle Hopi-Kids zur Aufführung <link http: www.ankelux.de external-link>"Nur ein Tag" in den Maximilianpark eingeladen.
Unser Angebot: <link internal-link>Kindertrauerarbeit bzw. <link internal-link>Trauerarbeit