„Sehr häufig kommen Menschen zu uns und fragen gezielt nach Angeboten zur Trauerarbeit. Sie sind nach dem Tod eines Angehörigen traurig und suchen bei uns Hilfe - auch dann, wenn ihr Angehöriger gar nicht im Hospiz verstorben ist." Wer einen lieben Menschen verloren hat, sucht oft nach Antworten, praktischen Hilfen und guten Gesprächen. Trauern bedeutet "nicht nur einfach" Abschiednehmen - der Schmerz bestimmt das Denken und Handeln der Zurückgelassenen elementar. Nicht selten sind Personen aus dem Umfeld im Umgang mit Trauernden überfordert oder ungeduldig.
Vielfältige Angebote
Dass die Trauer zum Leben gehört und sie Zeit und Raum braucht, um sich entfalten zu können, wissen Fachleute seit langem. "Wir vom Hospiz werden täglich mit den Ängsten der Menschen konfrontiert und wir erleben die Not der Hinterbliebenen oft hautnah. Darum begleiten wir bereits seit 2008 Trauernde nicht mehr nur punktuell - wie z. B. im Trauer-Café´- sondern gezielt und strukturiert" berichtet Hospiz-Sprecherin Marion Kleditzsch. "Unsere Erfahrung ist, dass diese Hilfe oft sehr unterschiedlich ausfällt" fügt <link internal-link>Ina Kasten-Kisling noch an. "Von ganz praktischer Unterstützung bis hin zu tiefsinnigen Gesprächen ist alles gefragt" ergänzt <link internal-link>Beate Drolshagen. Somit begegnet man den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Menschen auch mit verschiedenen Angeboten. Neben dem bewährten Trauer-Café (zweimal monatliches offenes Gesprächsangebot) gibt es ein kompaktes Trauerseminar für Erwachsene, das im November startet. Trauernden Menschen, die eher aktiv sein möchten oder sich nicht auf längere Seminarphasen einlassen wollen, kann mit Tagesseminaren auf einer anderen Ebene begegnet werden. Hier wird gemalt (16.03.), mit Speckstein gestaltet (13.04.) oder gewandert (21.09.). Auch Grabschmuck kann am 28.10. unter Anleitung einer Floristin gebastelt werden.
Kindertrauergruppen
Seit 2010 bietet das Rote Läppchen auch Trauergruppen speziell für Kinder und Jugendliche an. Bei Verlusten von engen Familienangehörigen oder Freunden gehen junge Menschen nämlich anders mit ihren Gefühlen um und fühlen sich darum oft alleine. Das irritiert wiederum viele Erwachsene und verunsichert sie. Hilfe bietet dazu die <link internal-link>Kindertrauergruppe. Im Herbst wird erstmals ein <link internal-link>Wochenendseminar für Jugendliche angeboten, das im Haus Caldenhof stattfindet.
<media download hh kindertrauer8 ohne lc>Zum Programm Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen 2013</media>
Leitung
Alle Seminare werden von speziell in der Trauerbegleitung ausgebildeten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des <link internal-link>Ambulanten Hospizdienstes Hamm sowie des <link internal-link>Stationären Hospizes geleitet.
<media download programmheft>Zum Gesamtprogramm 2013</media>
<link internal-link>Weitere Informationen/Ansprechpartnerinnen