Gesegnete Ostern

Christen sind überzeugt, dass der Tod nicht das Ende, sondern der Anfang ist.
Österliche Grüße verbunden mit den besten Wünschen für gesegnete Tage senden wir vom Roten Läppchen allen, die zweifeln, allen die mutlos sind und allen, die dennoch die Hoffnung nicht verlieren.

Besondere Tage liegen vor uns.
Stille Tage.
So viel wir auch sonst reden,
Antworten auf die Frage nach dem Sinn von allem:
dem Leiden, dem Schweren, dem Ungerechten,
finden wir nicht.
Wir blicken in diesen Tagen besonders auf das Kreuz.
Sehen in ihm die zahlreichen Leidensgeschichten
so vieler Menschen: 
die ungerecht Behandelten, Missachteten, Missbrauchten,
Getöteten.
Wer kann darüber hinweggehen,
wer kann daran vorbeiziehen?
Gott selbst zieht nicht vorbei.
Er verbindet sich mit allem Leiden, mit jedem Warum,
mit allen, die nicht mehr aufrecht gehen können.
Jedes Kreuz wird zu seinem Kreuz.
Es spricht nicht länger für die Abwesenheit Gottes,
sondern für seine Anwesenheit.
In allem ist er zu finden, selbst im Tod.
Fragen bleiben dennoch.
Warum überhaupt eine Welt mit Leiden und Tod?
Warum überhaupt Leben, Himmel, Erde – und warum so?
Warum diese vielen Schattenseiten,
die Leben ins Dunkle hüllen?
Warum das Schwere,
der jederzeit mögliche Zusammenbruch
des eigenen Lebens,
des Lebens überhaupt?
Es wirkt provisorisch, unfertig, fehlerhaft,
danebengegangen, so viele Ungereimtheiten,
so viel Missratenes, so viel Bedrückendes.
Warum?

Am Karfreitag schauen wir den Wundgestoßenen,
den, der „warum?“ fragt,
warum, mein Gott, hast du mich verlassen?
Jesus schreit seinen Schmerz, seine Einsamkeit,
sein bohrendes Warum heraus.

Es ist nicht verklungen.

Quelle: Pfr. Bernd Mönkebüscher, 07 Pastoralverbundsnachrichten Hamm-Mitte-Osten

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