Mitte Februar herrscht in der Natur noch Winterruhe, doch wer genau hinschaut, sieht erste kraftvolle Blattspitzen aus dem eiskalten Boden treiben. Diese „leise Kraft im Winter“ nahmen die Besucherinnen und Besucher des Weinabends im ambulanten Hospiz zum Anlass, ihren eigenen Trauergefühlen nachzuspüren und die Entwicklung eigener Trauerprozesse zu reflektieren. In wechselnden Gesprächsgruppen fand ein intensiver Austausch untereinander darüber statt, was in der Zeit Kraft spendet. Trauern ist ein immenser Kraftakt mit emotionalen Höhen und Tiefen und auch körperlich sehr kräftezehrend So nahmen alle Weinabendgäste die Einladung zu einem Abendimbiss gerne an, um sich zu stärken. Beim Abschied waren sich alle einig: Der wertschätzende Kontakt mit anderen trauernden Menschen gibt Kraft für den eigenen Trauerweg. Zur Erinnerung an diesen Weinabend erhielten alle ein Beutelchen mit Blumenzwiebeln (Sterngladiolen: Pflanzzeit April) mit einem Zitat von Dietrich Bonhoeffer „Jedes Werden in der Natur, im Menschen, in der Liebe muss abwarten, geduldig sein, bis seine Zeit zum Blühen kommt.“