Fahrt mit der CVJM-Rikscha
Gast war Herr W. mit seinem Sohn.
Herr W. war schon sehr von seiner Krankheit gezeichnet, zeigte aber sehr gutes Interesse, war sehr begeistert und aufmerksam während der gesamten Fahrt.
Es ging am stationären Hospiz los, wo die Betreuerinnen Herrn W. zur CVJM - Rikscha brachten und ihn noch mit einem dicken Wärmepolster einpackten. Auf ging die Fahrt, wir kreuzten die Dolberger Strasse und fuhren Richtung Lippedamm. Herr W. ist kein Hammer Bürger, so konnte ich viele Dinge erklären, die für Auswärtige Neuland sind. Es war ein schöner Frühlingsnachmittag und die Sonne schien herrlich bei 13 – 14 °C. Schön waren rechts und links des Dammes die vielen Gänse, Enten, Teichhühner und mehr zu beobachten. Das frische Grün und das Zwitschern der Vögel in ihren Brutgefiedern sind zu dieser Jahreszeit ein Genuss.
Wir fuhren direkt auf die Start- und Landebahn des Flughafens zu, doch der Weg bog links ab. Herr W. staunte immer wieder, was rechts und links des Weges alles so los war. Es ging weiter Richtung Münsterstraße. Diese Richtung wurde bewusst gewählt, da wir Nordwind hatten und somit der Gast ein wenig windgeschützt war. Über die Münsterstraße kreuzten wir Lippe und Kanal und fuhren vor dem Allee-Center links Richtung „R“-Café und Hammonense-Gymnasium. Den Kanal zur linken Seite radelten wir auch an der Schleuse und das alte Wasserkraftwerk in Höhe des „Hammos“ vorbei.
Herrn W. kamen viele Erinnerungen hoch, da er früher wohl auch gerudert hatte (Ruderclub Hamm!). Es ging weiter zum Pier 9, die Tiny – Hotel – Häuschen am Kanal. Das kannten beide nicht und waren sehr angetan. Weiter am Kanal entlang, wir kreuzten den Ahsedüker ging es zum Gradierwerk. Dort haben wir eine kleine Pause gemacht, uns nett mit Unterstützung der Salzluft unterhalten und die Zeit genossen. Nach zwei Runden um das Gradierwerk ging es durch den Kurpark (Bad Hamm!) zur Fährstraße. Diese kreuzten wir kurz vor der Dolberger Straße, um zum Schloss Heessen zu gelangen. Ein Wunsch von Herrn W. war es, dort die Störche zu beobachten, wozu er extra sein Fernglas mitgebracht hatte. Das war ein Erlebnis, denn es waren viele Storchennester durch Brutpaare besetzt, es klappte dort oben richtig laut, Störche kamen mit Futtervorrat im Schnabel eingeflogen und flogen auch wieder heraus. In sehr ruhigem Tempo fuhren wir über den Hof vom Schloss Heessen und hielten immer wieder an.
Herr W. konnte gar nicht genug von der Storchenansicht bekommen und war sehr gerührt. Es ging dann wieder langsam über die Dolberger Straße zurück und wir erreichten das stationäre Hospiz nach über 1, 5 Stunden und ca. 10 km Fahrt mit einem glücklichen Herrn W..
An vielen Stellen winkten uns Leute zu, „Daumen hoch“ – Zeichen, „ich habe das in der Zeitung gelesen“, „klasse“, „wo kann man Sie buchen?“, und vieles mehr wurde uns zugerufen…. Die Leute lächelten uns freundlich zu!
Text: W.Lülf
Möchten Sie auch einmal mit der Rikscha fahren, dann melden Sie sich gerne beim CVJM Hamm
Tel. 02381-22649