Heute fand in den Räumen des Ambulanten Hospizdienstes eine Fortbildung für unsere haupt- und ehrenamtlichen Kollegen und Kolleginnen zum Thema „Umgang mit dem assistierten Suizid“ unter der Leitung von Miriam Hellmich und Annette Wessendorf, basierend auf dem Positionspapier des Ambulanten und Stationären Hospizes Hamm statt.
Leitsatz: „Du kannst an meiner Hand sterben, aber nicht durch meine Hand.“
Worum es geht:
Sterbewünsche entstehen oft aus Leid, Kontrollverlust, Einsamkeit oder dem Gefühl, zur Last zu fallen. In der hospizlichen Arbeit hören wir zu, urteilen nicht und erforschen gemeinsam, was hinter dem Wunsch steht: Schmerz, Angst, Sinnverlust oder fehlende Perspektive.
Der Umgang mit dem assistierten Suizid wird anhand des Positionspapiers des Hospizes Hamm reflektiert. Professionelles Handeln bedeutet, Bedürfnisse zu hören, gelindert zu sehen und Optionen zu prüfen – auch jenseits eines Suizidwunsches.
Hospizliche Arbeit orientiert sich an christlich geprägten Werten mit einer palliativ-hospizlichen Haltung: Unterstützung bis zum Lebensende und Räume für Trauernde.
Die Ambivalenz zwischen selbstbestimmten Bedürfnissen und Schutz/Fürsorge bleibt ein zentrales Thema. Beziehungen als Raum des Vertrauens, reflektierte Rollenwahrnehmung und gemeinsames Entscheidungsfinden im multiprofessionellen Team prägen unsere Praxis.
Unsere Haltung(auszugsweise, den vollständigen Text finden sie auf unserer Homepage):
Wir begleiten beim Sterben, helfen aber keinesfalls bei der Selbsttötung. Wir vermitteln weder Kontakte zu Sterbehilfe-Organisationen noch zu Personen, die Sterbehilfe anbieten. Wir werben nicht für Sterbehilfeangebote.
Wir bieten Begleitung, Unterstützung und einen sicheren Raum für alle Beteiligten – mit Empathie, Respekt und professioneller Ethik.
Hinweis: Wir stehen für Lebensqualität bis zum Lebensende, für Würde, Transparenz und Begleitung in allen Phasen der Sterbebegleitung.
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