Solidarität mit sterbenden Menschen – keine Geschäfte mit der Sterbehilfe

"Wir wünschen uns eine Gesellschaft, in der schwerstkranke und sterbende Menschen Zuwendung und Solidarität erfahren, eine Gesellschaft, in der Menschen bereit sind, Leid und Verzweiflung gemeinsam auszuhalten," dies sagte Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz und PalliativVerbands anlässlich der aktuellen Debatte über die Sterbehilfeaktivitäten in den Niederlanden und der Schweiz.

In den Niederlanden war im Februar der Einsatz mobiler Teams bekannt geworden, in der das Arzt-Patientenverhältnis ausschließ­lich auf Sterbehilfe reduziert wird. Vor wenigen Tagen hatte der Fuß­baller Timo Konietzka mit Unterstützung des Sterbehilfevereins Exit in der Schweiz den Freitod gewählt. Vor diesem Hintergrund seien der weite­re Ausbau der ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativversorgung und die Verbesserung der Situation in vielen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vordringlich. „Menschen müssen in dieser für sie häufig verzweifelten Situation auf eine gute und würdevolle hospizliche und palliative Begleitung vertrauen können“, so Weihrauch vom <link http: www.dhpv.de _blank external-link>DHPV weiter.

Sie forderte Bundesregierung und Bundestag auf, die im Koalitionsausschuss von CDU/CSU und FDP getroffene Entscheidung, nach der Geschäfte mit der Sterbehilfe in Deutschland unter Strafe gestellt werden sollen, nun zügig umzusetzen. Allerdings müsse dies eine eindeutige Regelung sein, die die organisierte Beihilfe zur Selbsttötung in ihren verschiedenen Formen umfasse. Dies sei in dieser Debatte auch ein wichtiges politisches Signal. Die Diskussion hierüber werde seit Jahren geführt, eine Regelung sei überfällig.

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