Vor allem die plattdeutsche Sprache hatte es den kleinen Besuchern angetan. Maria Roppertz freute sich sehr über das unerwartet hohe Interesse der Grundschüler an dieser Sprache. Die ehemalige Vorsitzende des <link http: www.heimatverein-heessen.de _blank external-link>Heimatvereins Heessen hatte die <link http: www.hamm.de bildung-und-weiterbildung alles-rund-um-schule schule grundschulen.html _blank external-link>Klasse zum Abschluss ihrer Erkundungstour in der historischen <link internal-link>Annenkapelle als "mittelalterlich gekleidete Frau" begrüßt. Holzschuhe, Schürze und Haube waren für die Kinder fast so spannend wie der auf „Platt“ gesprochene Bericht über das schwere Leben mit einem kranken Mann und zehn kleinen Kindern.
"Geht lieber in die Schule“ sagte sie den aufmerksam zuhörenden Kindern „ihr habt es besser als meine Kinder, die allesamt arbeiten müssen, weil ihr Vater krank ist und nicht arbeiten kann, damit die Familie satt wird“ so der eindringliche Appell auf Plattdeutsch. Die Jungen und Mädchen hörten aufmerksam zu, nachdem sie vorab die „Rote Fahne“ am <link internal-link>Roten Läppchen gemeinsam mit Heinrich Klockenbusch, dem aktuellen Vorsitzenden des <link http: www.heimatverein-heessen.de _blank external-link>Heimatvereins Heessen, gehisst hatten. „Wenn diese Fahne damals hier wehte, bedeute das Gefahr. Die Menschen wurden vor ansteckend kranken Leuten gewarnt, die sich in dem damals hier stehenden Siechenhaus aufhielten“ berichtet der im Blauhemd mit rotem Halstuch gekleidete Heimatkenner weiter und erzählt den Kindern, dass der Name <link internal-link>„Am Roten Läppchen“ auch von diesem roten Lappen kommt.
Abschluss des Aufflugs, der von der Stephanus-Schule über den alten Heessener Ortskern mit dem Standort der kleinen Schule zur <link internal-link>Annenkapelle führte, war der Gebäudekomplex <link internal-link>Fachwerkhaus ,dem heutigen Sitz des <link internal-link>Ambulanten Hospizdienstes Hamm, und sein neuer Anbau, dem <link internal-link>Stationären Hospiz "Am Roten Läppchen". Neben Heinrich Klockenbusch und Reinhard Leyer vom <link http: www.heimatverein-heessen.de _blank external-link>Heimatverein begleitete auch Ortsheimatpflegerin Inge Block-Löher die Schulklasse und ihre Lehrerin. Am Ende folgten die Kinder auch <link internal-link>Marion Kleditzsch ins historische Fachwerkhaus. Im <link internal-link>Gruppenraum für trauernde Kinder im Dachgeschoss schauten sie sich sehr interessiert um und hörten auch einem Klassenkameraden zu, der selbst ein <link internal-link>Hopi-Kid war und von seinen Erfahrungen in der Trauergruppe berichtete. Ausgestattet mit dem <link internal-link>Hospiz-Herz aus Filz zog die kleine Gruppe schließlich gegen Mittag sichtlich beeindruckt laut plappernd wieder Richtung Stephanus-Schule.
„Es funktioniert“ war die einhellige Meinung von Lehrerin, Heimatverein und Orts-Heimatpflegerin. „Das Pilotprojekt scheint zu gelingen“ freut sich Heinrich Klockenbusch auf den nächsten Durchgang und weitere Themen, die er und seine Mitstreiter angehen wollen. Der Schmiede- oder Blaudruckkunst, auch dem Herstellen von Backwaren und der Entwicklung des Handels vom Kiepenkerl zum Supermarkt werden sie sich mit Heessener Schulkindern widmen. „Damit wollen wir dem Nachwuchs ein Gefühl von Heimat vermitteln und vor allem den zugewanderten Kinder helfen, dass sie Wurzeln schlagen können.“