Mund-Nasenschutze beschützen auch Hospizarbeit

Brigitte Lohmann ist als ehemalige Schneiderin seit Jahren im Bastelkreis des Ambulanten Hospizdienstes Hamm aktiv. Weil alle Basartermine wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten, ist der gesamte Bastelkreis derzeit mehr oder weniger arbeitslos. Und weil wegen der fehlenden Umsätze auch keine Einnahmen für die Hospizarbeit entstehen, hat Schneiderin Brigitte Lohmann aus der Not eine Tugend gemacht.

Schneidert Mund-Nasenschutze: Brigitte Lohmann

Sie näht seit Wochen Mund- Nasenschutz-Masken in ihrem heimischen Nähzimmer wie am Fließband. Weit mehr als 500 Stück hat sie bereits produziert und für jedes verkaufte Werk fünf Euro berechnet. Alle bisherigen Einnahmen aus dem Verkauf in Höhe von 3.415 Euro hat sie nun im Namen des Bastelkreises an den Förderverein Hospiz übergeben. Weil sie die vielen Maskenkunden an der privaten Haustür jedoch immer mehr vom Nähen abhielten, hat Hospizfrau Sylvie Blätgen kurzerhand eine Lösung gemanagt. Mit der Buchhandlung Luise Harms in Uentrop ist eine Maskenverkaufsstelle gefunden worden. Und das verschafft Schneiderin Lohmann mehr Zeit zum Nähen. „Und der Maskenverkauf hier läuft seit Montag und zwar bestens“ sagt Buchhändlerin Luise Harms. „Vor allem die schwarzen Masken gehen weg wie warme Semmeln.“ Weil die Maskennäherei anscheinend kein Ende nimmt, hat  Bastelkollegin Willy Abel Unterstützung angeboten. „Das ist toll“ freut sich Lohmann und schwingt sich wieder an ihre Nähmaschine.    

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