Am Donnerstag, den 11. Juni, fand im Ambulanten Hospizdienst Hamm erneut eine besondere Theateraufführung statt. Die Klinikclowninnen Ulrike Sonderhüsken und Sylvie Blätgen präsentierten ihr bereits zweites selbst entwickeltes Theaterstück rund um die Themen Trauer, Erinnerung und Abschied.
Eingeladen waren die Kinder der Kindertrauergruppe mit ihren Familien sowie weitere interessierte Gäste. Mehr als 40 Menschen folgten der Einladung und erlebten einen Nachmittag, der gleichermaßen berührte, zum Nachdenken anregte und immer wieder Raum zum Schmunzeln ließ.
Im Mittelpunkt standen Fragen, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen bewegen: Wo kann meine Trauer einen guten Platz finden? Wie bleiben Erinnerungen lebendig? Welche Bestattungsformen gibt es? Was geschieht bei einer Beerdigung? Und was ist eigentlich die Seele?
Besonders schön war, dass die Kinder nicht nur zuschauten, sondern aktiv Teil des Geschehens wurden. Für die Figur des verstorbenen Herrn Lehmann durften sie einen kleinen, nachgebildeten Sarg gemeinsam gestalten. Mit bunten Glitzersteinen verzierten sie ihn und verbanden jeden Stein mit einem guten Wunsch für Herrn Lehmann. So entstanden viele liebevolle Gedanken und ein ganz besonderer Erinnerungsort.
Das Stück eröffnete einen geschützten Raum für Gespräche über Themen, die im Alltag oft schwer anzusprechen sind. Dabei wurde deutlich, dass Trauer viele Gesichter hat und dass Erinnerungen Trost schenken können.
Wie nachhaltig die Aufführung wirkte, zeigte die Rückmeldung einer Besucherin. Beim Verlassen der Veranstaltung sagte sie schmunzelnd: „Ich habe ja schon vieles für meine eigene Beerdigung geregelt – aber jetzt besorge ich mir noch Glitzersteine.“