"Das könnte doch eine Tradtion werden", regte dann auch Oberbürgermeister Marc Herter zur Begrüßung an. "Da es keine Startgebühr gibt" wies Torsten Cremer, stellv. Vorsitzende des Fördervereins Hospiz Hamm e.V. die bunte, gutgelaunte Radelschar auf den eigentlichen Sinn der Tour hin. "Wir freuen uns über jeden, der uns als Mitglied im Förderverein unterstützen wird", und erwähnte, dass der Mindestbeitrag von 10 Euro im Jahr eigentlich kein Hinderungsgrund sei. "Wir sind schon mit mehr als 1.200 Mitgliedern ein großer Verein", so Cremer, aber da ist noch viel Luft nach oben. "Denn wir wissen, dass unsere Mitglieder Jahr für Jahr für eine sichere Finanzbasis sorgen. So haben diese allein im vergangenen Jahr erstmals mehr als 50.000 Euro Beiträge aufgebracht. Und das ist großartig. Wenn man aber weiß, dass wir einen Spendenbedarf von mehr als 400.000 Euro mit Tendenz nach oben haben, dann muss unser Verein einfach weiter wachsen."
Und somit lag der Focus der Veranstaltung nicht unbedingt darauf, Spenden zu sammeln, sondern neue Mitglieder. Und Hospizsprecherin Marion Kleditzsch konnte am Ende von Hamm Radeln dann auch tatsächlich eine positive Bilanz ziehen. "Wir haben am Sonntag selbst bereits 20 neue Mitglieder gewonnen. Das scheint zunächst wenig", erklärt sie, "aber diese 20 Neuen im Förderverein werden zukünftig allein knapp 1.000 Euro Beitrag schultern und das ist toll". Darüber hinaus hofft Kleditzsch natürlich noch auf Spätentschlossene. "Ich bin sicher, dass im Nachgang zu dieser Tour noch weitere Mitgliedserklärungen eingehen", und erwähnt zudem, dass die Sammeldosen mit am Ende mit 631 Euro gut gefüllt waren. "Rechnen wir die Einnahmen vom Grill-, Getränke und Waffelstand hinzu, freuen wir uns über einen knapp vierstelligen Erlös." Doch weil die Abrechnungen des Getränlkehandels noch ausstehen, bleibt der Gesamterlös noch abzuwartem".
Ein Erlös einer besonderen Aktion stand jedoch fest. Denn für eine Überraschung sorgte gegen Mittag noch die Begegnung mit 130 Motorradfahrer:innen direkt an der Dolberger Straße an der Einmündung zum Roten Läppchen. Dirk Reimering und seine "harten Biker mit weichem Herz" machten bei unüberhörbarer Begleitmusik auf dem Weg zur Möhne Zwischenstopp in Heessen. "Gemeinsam stark" hieß die Aktion, aus der alle Biker:innen unter Gehupe und Motorengetöse der hocherfreuten Marion Kleditzsch einen großen Geldumschlag mit 1.640 Euro überreichten. "Die haben wir bei der einen oder anderen Gelegenheit bei unseren Bikertreffen für euch gesammelt", rief Reimering der völlig überraschten Hospizfrau zu, sprachs und fuhr mit seinem spektakulären Bikertross weiter.
Am Ende überrascht es nicht, dass auch das Hamm-Radeln-Team um Initiatorin Claudia Strunk, Schirmherr Aaron Grosser, ADFC und Hammer Fahrradfreunde eine sehr positive Bilanz ziehen. "Es war eine schöne Strecke Richtung Schulte-Geithe, wo auch die Rast erfolgte. Die oftmals schattigen Teilabschnitte machte bei hohen Temperaturen das Radfahren angenehm. "Und viele haben gesehen, wie wunderbar sich unsere Stadt per Rad erobern lässt", freut sich das gesamte Team und hat der Anregung von Oberbürgermeister Marc Herter, diese Radtour doch von nun an jedes Jahr stattfinden zu lassen, aufgegriffen. "Wir würden daraus sehr gerne eine Tradition machen", sagt Torsten Cremer vom Hospiz-Förderverein noch und freut sich über entsprechende Zustimmung.