Baustart für Hospizanbau


Da die Bauarbeiten wegen der optimalen Wetterlage bereits Mitte März begonnen hatten, wurde mit einem eher symbolischen „ersten Spatenstich“ Gottes Segen für den Hospizanbau erbeten. Schon Ende des Jahres ist die Inbetriebnahme geplant.

Erster Spatenstich Hospiz "Am Roten Läppchen" Hamm

Es war ein sonniger, wenn auch kühler Vormittag, als der Aufsichtsratsvorsitzende des Stationären Hospizes die Gäste begrüßte. Viele waren der Einladung zum ersten Spatenstich gefolgt und hatten sich vor dem Fachwerkhaus versammelt. So dankte Erhard Nierhaus zunächst allen Unterstützern wie Förderverein und Stiftungen für ihr Engagement, das nicht selbstverständlich sei. „Wir wissen das zu schätzen“ freute er sich. Auch die reibungslose Zusammenarbeit vieler Beteiligter im Hinblick auf die ökumenische Ausrichtung des Hospizes sei bemerkenswert.
Thomas Hunsteger-Petermann schließlich, der nicht nur als Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins, sondern auch in seiner Eigenschaft als Oberbürgermeister der Stadt, Grußworte sprach, verwies auf die christliche Basis des Hauses „Am Roten Läppchen“ und freute sich über das segensreiche Wirken dort. Der wirtschaftliche Betrieb sei vor allem erst dadurch möglich, dass Menschen sich für das Hospiz ehrenamtlich engagieren und darüber hinaus eine hohe Spendenbereitschaft bestehe. Mit Blick auf den symbolträchtigen Ort an der Dolberger Straße schloss Hunsteger-Petermann mit dem Versprechen „alles zu tun, um in den kommenden Jahren die Zukunft des Hauses sicherzustellen.“

Der Anbau im Detail

An Akzeptanz hat es dem Stationären Hospiz von Anfang an nicht gefehlt.  Bereits im ersten Betriebsjahr 2004 verzeichnete das Haus an der Dolberger Straße in Heessen eine hohe Auslastung. „Jedoch haben sich nach sieben Jahren die Anforderungen an unser Haus verändert und wir stoßen in jeder Hinsicht an Kapazitätsgrenzen“ berichtet Hospiz-Geschäftsführer Wilhelm Hinkelmann. Mit dem Anbau wird auch die Gesamtnutzfläche des Hospizes deutlich erweitert. „Durch die geänderten Anforderungen ist z.B. die Teeküche am Wohnzimmer zu klein geworden. Sie wird aufgelöst und es entsteht eine große Familienküche. Darüber hinaus wird der große Esstisch demnächst direkt an einem neuen hellen Fenster positioniert. Auch der Treffpunkt „Wohnzimmer“ wird mit einem Wintergarten erweitert. Hier können die Gäste zukünftig vor allem bei weniger optimalem Wetter das Gefühl von „fast wie draußen sein“ genießen“.

Ganz besonders freut man sich im Hospiz, dass auch ein neues Kinderspielzimmer entstehen wird. War das vorhandene im Obergeschoss bislang eher eine weniger optimale Lösung, wird demnächst ein zentral gelegener Raum direkt am Wohnzimmer kleine und auch jugendliche Besucher der Haus-Gäste anlocken.
„Um die obere Etage nun auch regelmäßig für Gäste nutzen zu können, war ein Bettenfahrstuhl Voraussetzung“ erläutert Hausleitung Regina Lorenz. „Dies wird mit der anstehenden Bau-Maßnahme nun realisiert.“ Zwei weitere Räume im ersten Obergeschoss werden damit zu Gästezimmern und somit zusätzlich zu den bislang bereits sechs vorhandenen im Erdgeschoss möglich.

Die Finanzierung

Sämtliche Investitionskosten des Hammer Hospizes sind – wie auch dieses Bauvorhaben - ausschließlich durch Spenden zu finanzieren. „Durch die Unterstützung des Fördervereins Hospiz Hamm e.V. mit einer sechsstelligen Summe“ so der Vorsitzende Thomas Hunsteger-Petermann „sowie weiterer größerer Einzelspenden u.a. durch Stiftungen wie die Paschen-Stiftung und einer Erbschaft ist die Finanzierung des Anbaus gesichert.“ „Für den laufenden Betrieb des Hauses werden jedoch nach wie vor Spenden in Höhe von jährlich ca. 300.000 Euro benötigt,“ ergänzt Wilhelm Hinkelmann, „da die von den Kostenträgern zugesagten Bedarfssätze bei weitem nicht ausreichen.“     

 

Fakten im Überblick

Erweiterung der Betten-Kapazität um zwei weitere Gäste-Zimmer in der 1. Ebene

Installation eines Bettenfahrstuhls

Erweiterung des bestehenden Wohnzimmers durch Anbau eines Wintergartens

Schaffung einer Familienküche (die bisherige Teeküche wird aufgegeben)

Neues Kinderspielzimmer für Besucherkinder in der E-Ebene unmittelbar am Wohnzimmer

Einbau einer umfassenden Brandmeldeanlage

Baukosten: 598.000 €

Nutz- u. Verkehrsfläche 224 qm

Bauzeit: etwa 10 Monate

Inbetriebnahme: Ende 2011

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