Auf den Tag genau vor einem Jahr erfolgte der 1. Spatenstich. Zwölf Monate später wurde der Anbau des Stationären Hospizes nun seiner Bestimmung übergeben und mit ca. 100 Gästen eingeweiht.
Hausleitung Regina Lorenz, Geschäftsführer Wilhelm Hinkelmann und Erhard Nierhaus als Aufsichtsratsvorsitzender freuen sich gemeinsam mit Thomas Hunsteger-Petermann, dem Vorsitzenden des Hospiz-Fördervereins über das Ende der Baumaßnahme und das sehenswerte Ergebnis. „Alle Mühen sind beim Anblick unserer neuen Räumlichkeiten vergessen“ resümiert Regina Lorenz „und unser gesamtes Team freut sich täglich über die neuen Möglichkeiten, die uns der Anbau bietet“.
Neue Räume
Seit Anfang des Jahres sind die Mitarbeiter damit beschäftigt, den Anbau Stück für Stück in den Arbeitsalltag zu integrieren. „Wir mussten uns auf viele Veränderungen einstellen – die weiteren Gästezimmer im Obergeschoss und der damit erforderliche zweite Dienstplatz bedeutete nicht nur eine enorme Umstrukturierung der Prozesse“ erzählt Hausleitung Regina Lorenz. „So manches andere hat uns herausgefordert“ erinnert sie sich an viele Fragestellungen der letzten Wochen.
Das lang ersehnte Familienzimmer im Obergeschoss bietet nun eine neue komfortable Unterbringung von Gästen und deren Angehörigen in einer besonderen Zweizimmer-Einheit. Das große Wohnzimmer mit neuem direkt angrenzendem Wintergarten zur Straßenseite hin bietet zudem viele Aufenthaltsalternativen zusätzlich zum eigenen Zimmer.
Auch ein ca. 25 qm großes Kinderspielzimmer steht nun zur Verfügung und ist dank vieler künstlerischer Hände der Sofie-Scholl-Schule lustig-bunt gestaltet. Fußboden und Gardinen schenkten die Firmen Riekötter bzw. Lyko, das Holzmobiliar wurde von Ehrenamtlichen angefertigt. In direkter Nähe zum Wohnzimmer bzw. zur Küche gelegen sind die Wege auch zu den meisten Gästezimmern nicht weit.
Personalausstattung
Parallel zur Baumaßnahme wurden seit Ende 2011 aufgrund der Bettenzahlerhöhung neue Mitarbeiter eingearbeitet. „Alle haben an einem Strang gezogen und bei laufendem Betrieb und voller Bettenbelegung eine anstrengende Zeit gemeistert“ bedanken sich Wilhelm Hinkelmann und Erhard Nierhaus bei den engagierten Mitarbeitern.
Kosten
Dass sich der gesamte Anbau auch im geplanten Kostenrahmen hielt, ist mehr als ein i-Tüpfelchen“, freut sich der Hospiz-Geschäftsführer zusätzlich über schwarze Zahlen am Ende der Baumaßnahme „Dass wir keinen Kredit aufnehmen mussten, sondern der gesamte Anbau mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp über 600.000 Euro durch Spenden finanziert werden konnte, verdanken wir vielen.
Neben Großspendern wie der Familie von Ketteler-Böselager, der Paschen-, Grüter-, und Hintzen-Stiftung sowie dem Rotary-Club sind vor allem die Mitglieder des Fördervereins Hospiz Hamm zu nennen.
Ausblick
Dennoch darf man nicht die Tatsache aus dem Auge verlieren, dass sich die Betriebskosten des Stationären Hospizes nach wie vor zu einem nicht unerheblichen Teil aus Spenden finanzieren. Im Jahr 2012 ist dieser Anteil auf ca. 250.000 Euro festgelegt. „Dass wir nun mehr Gäste bei uns aufnehmen können, ist gut für die Menschen in Hamm und Umgebung. Allerdings bedeutet dies auch, dass wir einen höheren Teil an Betriebskosten zu finanzieren haben“ fügt Wilhelm Hinkelmann noch an. „Schon deshalb werden wir nicht nachlassen können, um in der Öffentlichkeit für unsere Aufgabe zu werben.“