Hier spürt man das Leben wie an keinem anderen Ort

Mit Hand und Herz helfen und da sein

Intensive Begegnungen ermöglichen und Zuversicht vermitteln

Nicht dem Leben mehr Tage – den Tagen mehr Leben geben!

Stecknadeln hätte man fallen hören können

Die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Hospiz stand in diesem Jahr auch im Zeichen eines kleinen Jubiläums. Denn seit 20 Jahren bereits fördert und unterstützt der Verein mit seinen derzeit 1.200 Mitgliedern die Hospiz-Idee in Hamm. Eigentlicher Anziehungspunkt für die vielen Besucher der Versammlung schien aber vor allem der Referent des Abends zu sein. Denn die mehr als 130 Besucher lauschten seinem gut 40 minütigen Vortrag konzentriert.

Pater Dr. Elmar Salmann vom Benediktinerkloster Gerleve

Geehrt: Als Gründungsmitglieder bis heute mit im Vorstand engagiert: Harald Wohlfarth, Pfr. Paul Blätgen, Peter Vaske mit dem Vorsitzenden Thomas Hunsteger-Petermann (v. li.) Es fehlen: Wilhelm Hinkelmann und Michael Wermker

"Man hätte eine Stecknadel fallen hören können" schmunzelte Schriftführer Pfr. Paul Blätgen am Ende des Abends und freute sich über die offensichtlich gute Referentenwahl. "Da soll mal keiner sagen, dass wir im Zeitalter von Facebook, Twitter und Co. nicht mehr in der Lage sind, aufmerksam zuzuhören" legte er noch nach und dankte dem aus dem Kloster Gerleve angereisten Pater Dr. Elmar Salmann von Herzen. 

Der in Zivil auftretende Ordensmann lies unter der Überschrift „Vom Reichtum gelebten Lebens“ die Zuhörerschaft teilnehmen an einer philosophisch-theologischen Gedankenreise, von den Höhlen der Steinzeitmenschen über die biblische Tradition bis hin in die Facebook-Gegenwart, die gewürzt war mit geistreichen Anekdoten und ausgefeilten Wortspielen. Der Pater verstand es, seine faszinierten Zuhörer intensiv einzubeziehen - Fragen formulierend und Aufgaben stellend -  und ihnen gleichzeitig neue, veränderte Perspektiven anzubieten. Sein Vorschlag für die Vorweihnachtszeit: "Schreibt eine Liste mit dem, was euch ausmacht, aber nur das, was ihr an euch mögt – und hört nicht auf, bevor es dreißig Punkte sind….".

Das menschliche Leben – unser Leben – ist für ihn eine gefülltes Ganzes, in dem sich von der Geburt bis zum Tod beide Seiten immer wieder wie im Wunder ergänzen:  der Schmerz und die Freude, die Angst und der Trost, die Unabhängigkeit und die Geborgenheit, das Loslassen und das Bekommen, der Verlust von Zukunft und das Erahnen neuer Perspektive, die Gottesferne und die Vorfreude auf die göttliche Vollkommenheit – das ergibt einen neuen Blick auf Krankheit und Endlichkeit.

Ein voradventlicher Abend, der sich gelohnt hat, das zeigten auch manche nachdenkliche Ergänzungen und Nachfragen aus dem Publikum.

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