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Trauer um Horst Bender

Im Alter von 95 Jahren ist Horst Bender am Donnerstag nach geduldig getragener Krankheit friedlich zuhause gestorben. Damit endet das lange Leben des ehemaligen Rektors der Herringer Falkschule, das er bis zum Schluss der Hospizidee gewidmet und für die er sich an verantwortlicher Stelle mehr als zwanzig Jahre höchst engagiert eingesetzt hat.

Horst Bender starb im Alter von 95 Jahren

„Alle, die ihn kannten, sind tieftraurig“ sagt Thomas Hunsteger-Petermann, Vorsitzender des Fördervereins Hospiz. „Wir durften ihn in unserem Vorstand lange Jahre als Sprecher der Ehrenamtlichen erleben und ich war beeindruckt von seiner zugewandten Art, von seiner Liebe zu den Menschen, die sich in seinem Tun ausdrückte.“

Er war auch ein tatkräftiger Mann“ unterstreichen Sylvie Blätgen und Ina Kasten-Kisling, ltd. Koordinatorinnen vom Ambulanten Hospizdienst Hamm. „Wo es auch immer etwas zu tun gab, war er da und ließ sich wirklich für jede Arbeit einteilen. Er und seine 2014 verstorbene Ehefrau Elsa bedeuteten so etwas wie die Seele unseres Ambulanten Hospizdienstes. Haben sie doch unschätzbar viel für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und auch für uns Koordinatorinnen getan.“ Viele werden sich an den legendären Gesprächskreis bei den Benders zu Hause in Herringen erinnern. Er gehört untrennbar zur Hammer Hospizarbeit und war ebenfalls lange Zeit Mitglied im Aufsichtrat der Christliches Hospiz Hamm gGmbH. In Erinnerung bleiben die Benders auch, weil sie in den Tagen vor Weihnachten gemeinsam und später Horst Bender alleine jeden ehrenamtlichen Mitarbeitenden besucht und mit wunderbaren Geschenken erfreut haben. Eine Hospiz-Weihnachtsfeier oder ein Erinnerungs-Gottesdienst wurde erst durch den Musiker Horst Bender stimmungsvoll.

Er selbst hat sich bald nach dem Tode seiner Frau gewünscht, ihr nachfolgen zu dürfen. Sein tiefer Glaube und die Liebe zur Musik halfen ihm über manche sehnsuchtsvolle Traurigkeit hinweg. „Obwohl wir uns für ihn erhofften, dass er sein Leben nun in Würde beschließen darf, schmerzt doch die Realität und wir nehmen traurig Abschied.“ Seine Stimme im Kreise des Vorstands fehlte bereits seit er sichvor Jahren aus der aktiven Arbeit verabschiedet hatte. Aber sein reges Interesse am Hospiz-Geschehen hielt an. „Dass wir ein neues Haus für unsere ambulante Hospizarbeit gebaut haben, hat er begrüßt und sich mit uns gefreut“ erinnert sich sein langjähriger Freund und Vorstandkollege Pfr. Paul Blätgen. „Als Pionier hatte Horst Benders Stimme von Anfang an Gewicht in der Hospizbewegung hier in Hamm. Ich bin dankbar für seine Freundschaft, seine verlässliche Unterstützung und das nimmermüde Werben für unsere Idee. Ihn nenne ich darum gerne in einem Atemzug mit Pfr. Heinz Booms, dem 2004 verstorbenen Hospizpionier.“

„Wir werden diesen warmherzigen, humorvollen und in seiner Haltung vorbildlichen Hospizmann nicht vergessen. Er und seine Elsa waren leise Menschen, die sich niemals wichtig nahmen und bescheiden im Hintergrund hielten. Unser Mitgefühl gilt den Söhnen, dessen Familien und den unzähligen Freunden“ spricht Thomas Hunsteger-Petermann sein Beileid aus. „Horst Bender hat sich um die Hospizarbeit in Hamm verdient gemacht.“

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