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"Am Roten Läppchen" mit Annenkapelle

Ein geschichtsträchtiger Ort

„Am Roten Läppchen“ hat eine sehr alte Tradition und ist den meisten Heessener Bürgern ein Begriff. Heute findet man in unmittelbarer Nachbarschaft an der Dolberger Straße 53 als Wahrzeichen noch die Annenkapelle. Hier existierte vor einigen Jahrhunderten ein Haus für Kranke und Siechende. Wegen etwaiger ansteckender Krankheiten musste zur Warnung ein rotes Läppchen aus dem Fenster gehängt werden.

So einfach scheint sich allein diese Ortsbezeichung jedoch nicht ableiten zu lassen. Der Name „Rotes Läppchen“ war auch eine uralte Flurbezeichnung und deutet auf eine sumpfige Gegend hin. Wir kennen das Wort aus anderen Flurbezeichnungen wie zum Beispiel Lappenbrede. Rot bedeutet Moder oder Fäulnis und ist ebenfalls ein Sumpfwort. Es steckt zum Beispiel in der Flurbezeichnung Rothebach und Rottkamp und auch im englischen Wort „rotten“, verfault. Es ist heute kaum noch nachvollziehbar, dass diese Gegend noch vor 150 Jahren eine sehr sumpfige Gegend gewesen war, allein auf Heessener Gebiet gab es über 70 Teiche.

Während des ganzen Mittelalters wurden in Europa an Lepra erkrankte Menschen aus der Gesellschaft ausgesondert, ausgesetzt, daher heißt die Krankheit auch „Aussatz“. Deshalb gab es in jeder Stadt oder Ansiedlung mindestens ein Leprosorium, eine Leprastation, in der die von der Krankheit befallenen Menschen leben mussten.

Die Heessener Leprastation war ein typisches Leprosorium jener Zeit, an einer Hauptverkehrsstraße gelegen, entfernt von der Ansiedlung, an einem Wasserlauf. Die Lage an einer Hauptverkehrsstraße war wichtig, damit die Reisenden Spendengeld in den bereit stehenden Opferstock legen konnten, denn die Kranken waren auf Almosen angewiesen. Inwieweit es für die Heessener Leprosen eine Stiftung gab, ist nicht bekannt.

Stele der Stadtgeschichte

Von der historischen Bedeutung des Standortes zeugt auch die Stele der Stadtgeschichte , die vor dem Fachwerkhaus aufgestellt ist und Teil des historischen Stadtrundganges ist.

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